Phuket und Essen

IMG_20151206_041329
Ein Schattenplätzchen am Strand zum Liegen und Erlebnisse Revue passieren lassen.

Nun hätte ich ja gern in Phuket das warme Wasser beim Schwimmen genossen oder noch ein bisschen was gesehen wie den Big Buddha, Wat Chalong oder den Khao Sok National Park und ich hätte gerne noch ein paar kulinarische Spezialitäten probiert, aber statt dessen habe ich ein modernes Krankenhaus, das Bangkok Phuket Hosiptal in Phuket Town, kennengelernt. Immerhin habe ich auf der Taxi Hin- und Rückfahrt ein bisschen was gesehen. Am spektakulärsten war eine ganze Familie auf einem Moped ohne Helm,  der Vater als Fahrer, ein Kind vor ihm, eins hinter ihm, dann die Mutter und hinten noch ein Kind, das sich an der Mutter festhielt. Und das in der morgendlichen Rushhour. Schön waren auch Ananasverkäuferinnen, die an der befahrenen Straße Berge von Ananas zum Verkauf aufgetürmt hatten.

Das Krankenhaus, das ich leider wegen anhaltender Diarrhoe der fiesen Sorte aufsuchen musste, ist modern und vor allem sehr personalintensiv geführt. Es gibt eine Rezeptionistin,  die einen weiterleitet an eine Anmeldekraft, die erstmal alle persönlichen und krankenversicherungstechnischen Daten aufnimmt. Dann wird man persönlich zu einer Schwester geleitet, die Gewicht, Größe, Blutdruck usw. misst. Diese fragt das dritte Mal nach der Krankheit, die einen plagt. Dann ermittelt sie die richtige Abteilung und es gibt dort eine Anmeldeschwester, die einen das vierte Mal nach der Krankheit fragt. Dann wartet man auf den Arzt, fünftes Mal. Dann wird eine Blut- und Stuhluntersuchung angeordnet und es gibt eine Laborschwester, die dafür zuständig ist, dass das auch beides ordnungsgemäß erbracht wird.  Höflich wird man gebeten, auf das Laborergebnis zu warten. Dann wieder der Arzt, der die Diagnose stellt und die Medikation erklärt. Und dann wird man wieder persönlich begleitet zur Kasse und zur Medikamentenausgabe, wo eine Schwester einem die verordneten Medikamente aushändigt. Alle Beteiligten sind sehr höflich, freundlich und zuvorkommend und auch als Notfallpatient dauerte die ganze Prozedur nur 3,5 Stunden. Das ist eine gute Zeit, gemessen an der Wartezeit in Hamburger Krankenhäusern.
Tja, diese Sehenswürdigkeit sieht nicht jeder Tourist!

Essen kann ich zwar momentan nicht, aber es gibt gerade WLAN im Hotel, deshalb blogge ich jetzt leckeres Essen:

IMG_4069
Broccoli und Garnelen in einer nicht allzu scharfen Sauce mit Reis in Bangkok
IMG_4107
Ein oberköstlicher Himbeer-Bananen-Smoothie in Bangkok, frau gönnt sich ja sonst nichts 😉
IMG_3533
Fisch- und Meeresfrüchte-Spieße auf Safranreis in Sydney, sehr lecker.
IMG_3487
Eine hervorragende Salatkreation in Sydney: Chicoree, Blutorangen, Blutorangendressing, geröstete Haselnüsse und geräuchertes Hühnchenfleisch.
IMG_3290
Ein sehr typisches arabisches Essen in Dubai: geschmortes Lammfleisch auf Reis mit Gemüsestreifen und verschiedene Saucen dazu. Sehr lecker.
IMG_3411
Ebenfalls sehr typisch arabisch ist dieses dünne Fladenbrot, das in Schichten zusammengefaltet wird.
Advertisements

Phuket. Tropen.

IMG_4198
Von Kasuarinen gesäumter Strand am ruhigen BangTao-Beach
IMG_4239
Für Thailand typisches Longtailboot, mit dem Fischer hinausfahren, mit dem vor allem aber auch Touristen ausgefahren werden sollen.
IMG_4218
Thaimassage in einem Pavillion am Strand. Hier werden verspannte Europäer für 10 Euro die Stunde durchgeknetet und die harte Thaimassage  ist nicht immer angenehm.

 

Ein feinsandiger Strand am BangTao-Beach, wenig los, warmes Wasser, leckeres Essen, eine Thaimassage…da muss es einem doch gut gehen.

Und doch muss ich ganz ehrlich sagen, wollte mein Kreislauf sich in den ersten Tagen nicht so recht  auf das schwül-warm-feuchte und gewittrige Tropenklima einstellen.
Dann dachte ich gerade, mein Körper gewöhnt sich ein wenig mehr ein, da kam der Hammer in Form einer Magen-Darm-Erkrankung mit hohem und schnell ansteigendem Fieber und dem vollen Programm an Kopf- und Gliederschmerzen. Im Urlaub krank und allein, ja, das ist dann doof.
Und wieder eine neue Erfahrung für meine Kiste mit neuen Erfahrungen.
Nun habe ich heute immerhin das Bett gegen eine schattige Liege eingetauscht und höre das Meer rauschen und kann auf’s Meer gucken, da kommt dann wieder mehr Freude auf 😉

IMG_4258

Im Flugzeug von Bangkok nach Phuket kam ich mit einem Inder aus Mumbai ins Gespräch , der mit vier Freunden auf Reise war, es aber komisch fand, dass ich als Frau alleine auf Reise bin und es sich für seine Frau nicht vorstellen konnte, die mit den beiden Kindern von 2 Monaten und 6 Jahren zu Hause in Mumbai war.
Und ich dachte:

Ich bin so froh und dankbar, in Deutschland – gerade als Frau – zu leben.
Das Männer-Frauen-Bild ist in meinen Augen haarsträubend in einigen Teilen der Welt.

Und ich bin froh und dankbar, diese Reise machen zu können und so viele neue Erfahrungen und Erlebnisse mitzunehmen.

Und ich bin ein bisschen stolz auf mich, dass ich mich alleine zurechtfinden und Schwierigkeiten der verschiedensten Art meistern kann, aber auch alleine Dinge genießen kann.

Und dass ich viel weniger muss, als ich manchmal selber meine.

Und dass mir meine Familie und gute Freunde sehr wichtig sind.

Und gutes Essen auch,  aber das blogge ich noch mal, wenn ich wieder an Essen denken mag.