Paris 31.07.2012

Da bin ich wieder. Ein Jahr nach meinem ersten Parisbesuch bin ich wieder da, ich freue mich so sehr. Da ich die Hotspots ja bereits gesehen habe, kann ich mir noch mehr Zeit für versteckte Schönheiten dieser faszinierenden Stadt nehmen. Ich bin gesundheitlich gerade ganz fit und so geht es los zu neuen Abenteuern. Im Restaurant alleine essen gehen gehört nicht mehr dazu, denn das mache ich mittlerweile ganz selbstverständlich und ohne komisches Gefühl.
Meine persönlichen Highlights auf dieser Reise:

  1. Bastille Viertel mit viel normalem Leben ohne viele Touristen und mit der wunderschönen langen Promenade Plantee, einem Viadukt, auf dem man kilometerweit entlanggehen kann. Bänke laden zum Pausieren ein, überall blüht etwas, in einige Wohnungen kann man, neugierig wie der Mensch nun einmal ist, hineingucken. Super.
  2. Musée d’Orsay. Museum in einem alten Jugendstilbahnhof, sehr stilvoll, Impressionisten und Expressionisten vom Feinsten.
  3. Canal de St. Martin in Belleville. Alternatives, szeniges, trendiges Viertel. Am Sonntag viele Pariser, gemischt mit ein paar Touristen wie mir. Ich fotographiere kaum, um nicht als Touristin aufzufallen.
  4. Centre Georges Pompidou. Wirklich riesengroßes Museum für zeitgenössische Kunst. Lieblingsbild: Le Bal Bullier von Sonia Delauny, Lieblingsinstallation: Hände. In diesem Museum besteht die Kunst nicht nur darin, sich nicht zu verlaufen oder mit den Rolltreppen zu verfahren, sondern vor allem darin, persönlich auszuwählen.

Paris, ich liebe deine Kunst, deine Architektur, deine schattigen Plätze und das viele Stadtgrün – und das französische Essen!

Promenade Plantèe im Bastilleviertel
Promenade Plantée im Bastilleviertel
Im Musée d'Orsay
Im Musée d’Orsay

Paris 16.09.2011

5 Tage allein in Paris, der Beginn einer großen Begeisterung für das  Alleinereisen.
Ich wohne in einem schönen Hotel in St. Germain und fühle mich sofort wohl in dieser Stadt. Ich stehe gern früh auf und bin am liebsten morgens unterwegs, wenn noch nicht so viele Touristen überall zu finden sind.
Was mich an einer fremden Stadt interessiert, sind nicht so sehr die Sehenswürdigkeiten (die sehe ich mir auch an), als viel mehr die Ausstrahlung, die Menschen, die hier leben und die Atmosphäre.
Einer meiner Lieblingsorte auf dieser Reise ist der Place des Vosges im Marais Viertel. Auf der Wiese in dem von der wunderbaren Architektur gebildeten Innenhof sitzen junge Frauen und Männer und Familien, alte Menschen sitzen eher auf den Bänken. Es ist Leben und Treiben. Ich lasse mich gefangennehmen von dem Trubel, der um mich herum herrscht, während ich einfach nur auf einer Bank sitze. Ich habe Zeit. Ich kann entscheiden, was ich mit der Zeit mache. Herrlich.
Das benachbarte jüdische Viertel im Marais hat mich sehr fasziniert. Es gibt koschere Lebensmittelläden, eine jüdische Buchhandlung und jüdische Restaurants. So ein lebendiges jüdisches Viertel gibt es in meiner Heimatstadt Hamburg nicht.
Ich liebe das Palais du Luxembourg und den umgebenden Park. Dort beobachte ich Kunststudenten beim Skizzieren und bin beeindruckt von den Skizzen:  wie lebensecht, mit ein paar Strichen!
Ein weiteres Highlight für mich ist der Garten des Rodin-Museums mit den Skulpturen von Rodin. Ich wandere dort stundenlang herum, bleibe stehen und sehe immer neue Details.Die Skulpturen bewegen etwas in mir.
Paris, ich komme bestimmt wieder!

 Place des Vosges
Place des Vosges
Rodin, Der Denker
Rodin, Der Denker