Kleine Freuden…

Was ist zart, rosa und weiß und löst sofort ein irgendwie geartetes Glücksgefühl aus?

Apfelblüten.

20170507_125303_001

Gesehen  und bewundert gestern im Alten Land.

Das Alte Land liegt direkt vor den Toren Hamburgs an der Niederelbe und ist das größte zusammenhängende Obstanbaugebiet Norddeutschlands.

IMG-20170507-WA0002

So nah man an Hamburg auch dran ist, man ist doch ganz weit weg.

20170507_124825_001

In einer anderen Welt…

20170507_165457

Kleine Flucht aus dem Alltag…kleine große Freude.

Sieh‘, das Gute liegt so nah…

1462563021407-1132476932

Die Wassertemperatur ist nicht zu warm und nicht zu kalt.
Ein Muster aus flirrenden Lichtkreisen ist auf dem silbernen Boden des Schwimmbeckens zu sehen.
Wenn der Kopf aus dem Wasser auftaucht, scheint einem die Sonne ins Gesicht.
Es ist voller als auf dem Bild. Aber, wenn man Arm oder Bein ausstreckt, schiebt man nur Wasser weg, nicht seinen Nebenmann. Das entspannt die Atmosphäre doch erheblich.
– Und es ist nicht auf Mallorca oder gar ein übrig gebliebenes Bild von meiner letzten Israelreise.
Es ist im öffentlichen Schwimmbad der bäderland GmbH in Hamburg-Volksdorf.
(Bildquelle: bäderland GmbH)

Das letzte Mal war ich vor drei Wochen im Kibbuz Hotel in Ein Gedi schwimmen.
Okay, der Blick auf die Judäische Wüste war einzigartig, aber das norddeutsche Grün ist auch sehr nett.

IMG_4365

Apropos norddeutsches Grün.
Gestern wollten wir uns einen schönen Vatertag machen. Wir sind in diesem Fall der Vater meiner beiden Töchter und ich. Die Ostsee sollte es sein. Undzwar die Ostsee in Boltenhagen, weil wir da noch nie waren.
Nun war es aber leider so, dass auf diese Idee zum Vatertag noch mehr Leute gekommen sind. Timmendorf in der Lübecker Bucht heißt nicht umsonst mit Spitznamen „verlängertes Wohnzimmer der Hamburger“. Also, kaum, dass wir die Kurve der Autobahnauffahrt A1 Stapelfeld immerhin noch mit 50 Stundenkilometern genommen hatten, sahen wir sie schon: die Schlange. Genauer gesagt, die bunte Schlange aus Golfs, SUVs, Mercedes, BMWs, Toyotas und so weiter. Sie kroch langsam über den Asphalt. Nun ist Geduld ja nicht so meine ganz große Stärke und folglich schmiedeten wir sofort Plan B.
Plan B war: Autobahn an der folgenden Ausfahrt, Ahrensburg, wieder verlassen, über Landstraßen und A24 nach Zarrentin am Schaalsee in Mecklenburg-Vorpommern fahren. Da waren wir zwar schon mal, aber das war kurz nach der Wende, also 1991 vielleicht. Das ist lange her. Richtig erinnern können wir es nicht mehr.

Und da war es, das norddeutsche Grün!
Sanfte Hügel, helles Grün, fast schon neongrelles Rapsgelb, zartes Weiß der blühenden Kirsch- und Apfelbäume, ein Zartlila der Veilchen, ein Mittelblau für den Himmel und ein tiefes Blau für den See. Perfekter hätte Monet es auch nicht malen können.

20160505_144411_003

20160505_131907_004

An der Ostsee muss man aufpassen, dass einem keiner in die Hacken tritt.
Auf dem Uferweg am Schaalsee und auf dem Elfenpfad am Neuenkircher See begegnet man hin und wieder mal einem „Moin“ rufenden Wanderer mittleren Alters.
Und sonst ist Weite, Stille, weicher und federnder Boden, eine singende Amsel, ein rufender Kleiber, ein flötendes Rotkehlchen, ein würziger Geruch, Sonne.
So geht Entschleunigung auf norddeutsch.

20160505_181702_00320160505_163421_001

Wie sagte schon meine Oma: „Warum in die Ferne schweifen, sieh‘, das Gute liegt so nah!“