Bangkok. Menschen

Mein vorheriger Blogeintrag endet mit den Menschen in Bangkok, die ich als sehr freundlich, hilfsbereit und ruhig-gelassen empfinde.
Und dieser Blogeintrag soll sich nun näher mit verschiedenen Menschen in Bangkok befassen.
Da ist der Straßenbauarbeiter, der mit Mundschutz bei Hitze in den Abgasen arbeiten muss und mir winkt und ein Zeichen gibt, als er merkt, dass ich allein keine Chance habe, den Verkehr auf der 6-spurigen Straße mit Abbiegern soweit zu überblicken, dass ich sie lebend überqueren kann.
Da ist der Portier in einem Kongresszentum, den ich nach dem Weg in den Banjakiti-Park frage. Er spricht kein Englisch, ruft aber seinen Kollegen an, der mir am Telefon den Weg auf Englisch erklärt.
Da ist die thailändische Frau an der Bushaltestelle, die mir erst die Busnummer sagt, die ich zu meinem Ziel nehmen müsste (steht nirgendwo dran). Und dann nach 20 min. gemeinsamer Wartezeit rät, zu Fuß zur nächsten Skytrain-Station zu gehen, da der Verkehr in der Rushhour zum Erliegen gekommen zu sein scheint.
Da ist die Bankangestellte, die mir meine im Automaten vergessene Kreditkarte (zum Glück hat der Automat sie eingezogen) wieder aushändigt, obwohl ich keinen Identitätsnachweis bringen kann. Mein Name, der für Thailänder sehr exotisch ist, und der Bankname reichen ihr dann auch.
Da sind fröhliche, nette und zufriedene Menschen, die in einfachen Holzhäusern im ersten Stock leben und unten etwas verkaufen oder ein kleine Garküche betreiben. Sie bedrängen einen niemals, etwas zu kaufen, bedanken sich aber selbst für den Kauf einer Flasche Wasser.

Und nun noch einige Fotos zum Thema Menschen:

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Menschen am Kanal. Unten eine kleine Garküche oder ein Laden, oben wird gewohnt.
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Menschen auf dem Klongboot (Klong=Kanal)
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Menschen auf dem Markt
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Menschen meditativ
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Menschen im Rotlichtviertel (tagsüber, abends gehe ich da alleine nicht hin)
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Menschen beim Beten und Opferdarbringen im Tempel
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Menschen im Straßenverkehr an der ruhigen Zufahrtsstraße zum Großen Königspalast

 

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Menschen im Straßenverkehr bei Stau
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Ein jet-gelaggter Mensch im Hotelzimmer im 21.Stock bei Sonnanaufgang
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Bangkok. Unglaubliche 14 Mio.Menschen-Metropole

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Im Großen Königspalast und Wat Phra Kaeo, die Mönche wohnen dort nicht, sie sind Besucher, denn der Tempel des Smaragdbuddha ist ihnen heilig.
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Wat Phra Kaeo, prächtig, wunderschön und überlaufen mit Touristen aller Nationalitäten. Daher zur Kontemplation nicht wirlich geeignet, wie ich finde.
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Im Banjakiti Park, der ein wenig an den Central Park in New York erinnert, mitten in der Stadt, umgeben von Hochhäusern und wunderschön grün und ruhig.
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Jim Thompson House. Im traditionellen Thaistil erbaute Holzhäuser des Seidenfabrikanten Jim Thompson. Oase der Ruhe in der turbulenten Stadt.
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Holzhäuschen auf Stelzen am Fluss Chao Phraya. So gibt es sie noch an mehreren Stellen, auch an kleineren Kanälen überall in der Stadt.
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Garküche mit Fleisch und Würstchen an der Straße, wie man sie hier überall findet. Ich habe zwei Spieße mit Entenfleisch probiert. Sie waren köstlich.
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Erawan Schrein. Erawan wird sehr verehrt in Thailand. Eigentlich der indischen Mythologie entnommen, wird der Schrein von allen Thailändern, aber auch Hinduisten, besucht, es werden Blumen und Obst geopfert und Räucherstäbchen zur Verehrung entzündet.

Die Bilder geben so erste Eindrücke der unglaublichen Stadt Bangkok wieder.

Bangkok ist prächtig, mit  wunderschönen Tempeln, an vielen Orten stark bewacht und gesichert, inkl. Skytrain und Metrostationen. Es ist voll von Einheimischen, immerhin 14 Mio. Menschen an der Zahl, voll von Touristen aus aller Welt, voll von Autos, Tuk-Tuks und Mopeds, verkehrsinfarktgefährdet zu jeder Tageszeit, vor allem aber zur Rush-Hour.  Es ist bunt, es ist mondän in westlich-anmutenden Einkaufszentren. Es ist quirlig in von Thailändern besuchten Einkaufszentren, es kann aber auch grün sein im, wie ich finde, erholsamen Banjakiti-Park und Lumphini-Park. Es hat viele Hochhäuser wie New York, einige schön oder stylish, einige eher einförmig und phantasielos.

In den von mir besuchten Tempeln und Klöstern waren bis auf eine Ausnahme (das nicht von Touristen besuchte Kloster Wat Tep Thidaram) so viele Menschen, dass Ruhe und innere Einkehr nicht wirklich eintreten konnten.

Aber was sicher eine gute Erkenntnis ist aus den bisher gewonnenen Eindrücken ist, dass es viele verschiedene Lebensweisen auf der Welt gibt, sicher nicht nur die „Eine-Richtige“. Das stimmt mich milde anderen, aber auch dem eigenen Leben gegenüber.
Und dass das westliche Streben nach Immer-mehr, sowohl im Sinne von Konsum als auch im Sinne von Selbstoptimierung in jeder Hinsicht bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

Und was ich wirklich beeindruckend finde, ist die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen, gerade auch der Menschen, die einfacher sind und mit denen man sich nicht auf Englisch verständigen kann. Sie sind freundlich und hilfsbereit mit Kopfnicken und Händen. Und ein Lächeln hilft garantiert überall weiter. Das empfinde ich als wunderbar.

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Der milde lächelnde Buddha im Wat Pho zaubert einem selbst auch ein Lächeln auf die LIppen. Er ist 45 m lang und liegt, weil er gerade ins Nirwana hinübergleitet.