Madeira. Drei Tage – drei Highlights

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Donnerstag, 16. März 2017: Mein heutiges Highlight liegt im Altstadtviertel.

Im Altstadtviertel rund um die Rua Santa Maria haben lokale Künstler im Rahmen des Kunstprojekts artE de pORtas abERtas ganz normale Türen künstlerisch und sehr verschieden gestaltet. Das gefällt mir: Kunst im öffentlichen Raum und im Vorbeigehen.

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Freitg, 17. März 2017: Mein heutiges Highlight sind die Kamelien in den Palheiro Gardens.

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Ich liebe Kamelien. Sie sind so zart, haben so wunderschöne Farben. Sie haben so etwas Leichtes und Frühlingshaftes. Ich finde auch das Ballett „Die Kameliendame“ von John Neumeier und die Verdi-Oper „La Traviata“ großartig. Eine anrührende Geschichte von Leben und Tod, voll  Liebe und auch Enttäuschung. Die Kamelien in den Palheiro Gardens stehen in voller Blüte, teils fallen die schönen Blüten aber auch schon verwelkt ab. Das passt irgendwie zu dem Ballet und der Oper.

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Die Palheiro Gardens selber wurden in der heutigen Form 1885 von der britischen Weinhändlerfamilie Blandy im Stil eines englischen Landschaftsgartens angelegt.
Sie liegen etwa 9 km östlich von Funchal auf 600 m Höhe. Man kann von Funchal aus bequem in 20 min. mit dem Linienbus hinfahren. Tolle Ausblicke inklusive.

Auch Protea blüht dort momentan ( auch Zuckerbusch genannt ). Aber mein persönliches Highlight sind die Kamelien.

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Sonnabend, 18. März 2017: Mein heutiges Highlight ist eine Levada-Wanderung durch duftenden Eukalyptuswald.

Heute morgen schüttete es wie aus Eimern, als ich um 9 Uhr losging, um an einer geführten Wanderung durch das Serra D’Agua Tal und mit Blick auf den Encumeada Pass teilzunehmen.

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Ich bin mir sicher, dass ich allein heute meinen inneren Schweinehund nicht hätte besiegen können.
Unsere einheimische Wanderführerin hat später mehrere Leute zurückgeschickt bzw. vom Busfahrer ins Hotel zurückbringen lassen, weil sie keine passenden Schuhe anhatten. Wer wasserdichte Wanderschuhe hatte, war klar im Vorteil. Warum jemand auf so eine Wanderung bei solchem Wetter helle Wildleder-Schuhe anzieht, fragt man sich denn auch ernsthaft.
Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, mitzuwandern, weil wir entlang des Levada-Kanals durch Eukalyptuswald gewandert sind. Er hat wunderbar geduftet. So intensiv duftet es nur, wenn es nass und warm ist.

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Wir sind an dem  Häuschen eines Levadareiros vorbeigekommen. Das ist ein Wasserwärter, könnte man sagen.  Er regelt die Wasserversorgung der Levadas seines Gebiets, ähnlich wie bei einer Schleuse. Und er ist auch für die Wasseraufbereitung zu Trinkwasser zuständig. Levadareiro ist ein angesehener Beruf auf Madeira. Vor der Tür sieht man Eduardo stehen. Er ist schon 30 Jahre lang Levadareiro.

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Zum Ende der Wanderung kam sogar die Sonne nochmal ein bisschen raus.

Mein Highlight des heutigen Tages jedoch bleibt der Duft nach Eukalyptus im Eukalyptuswald.

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