Nichts ist so, wie es scheint.

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Wer ist der Mann im Spiegel? Wie sieht er sich selbst? Wie sieht ihn der Betrachter? Was ist Wirklichkeit? Was ist Täuschung? Bei diesem Bild von René Magritte von 1937 mag der eine Betrachter überrascht sein, von dem, was er sieht. Der andere mag belustigt sein, ein weiterer mag den Widerspruch zwischen der Spiegelung des Mannes und der des Buchs sehen. Momentan ist dieses Gemälde, das mich spontan sehr fasziniert hat, in der Hamburger Kunsthalle zu bewundern. In einer wirklich gelungenen Ausstellung zur Kunst des Surrealismus.
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Is this an armchair? – Auf jeden Fall für Salvadore Dali! Manchmal sind Dinge eben anders, als wir sie uns vorstellen.  Momentan ist auch diese Skulptur in der Surrealismus Ausstellung der Hamburger Kunsthalle zu sehen.
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Es liegt im Auge des Betrachters: Ein Hase?“ Ein gerissener Hase“?, wie der Künstler Dieter Roth, 1930-1998, es beschriftet?, Eine Insel im Wasser? Eine  Landkarte? Dieses Bild hängt bei einem Privatsammler. Es hängt in den Räumen einer Rechtsanwaltskanzlei im feinen Hamburger Stadtteil Harvestehude. Einer der Gründungspartner der Kanzlei förderte den Künstler Dieter Roth. Entdeckt gestern bei der addart, bei der Hamburger Unternehmen vier Tage lang Einblick in ihre Privatsammlungen geben.
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Bin ich schön? Und wer entscheidet das? Derjenige oder Diejenige, der oder die ein Selfie in das soziale Netzwerk Instagram einstellt? Oder der Betrachter? Die Künstlerin Josephine Sagna, die ihr Bild „Forever twenty-one“ erläutert, transferiert Selfies aus dem flüchtigen Medium Instagram in die traditionelle Malerei mit Acrylfarben auf Leinwand. Sie sucht dabei nach starken Frauen. Frauen, die in ihrer Wahrnehmung Kraft und Stärke ausstrahlen. Ob sie auch wirklich so sind, wer vermag das schon zu sagen? Gesehen gestern bei der addart – Hamburgs Wirtschaft öffnet Türen für Kunst-. Bei vangard wird den persönlich anwesenden Nachwuchskünstlern ein Raum gegeben.
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Wer ist diese Frau? Ist sie keck, frivol, erotisch, genervt, neugierig? Sie scheint mit ihrer Umgebung zu verschmelzen, sich irgendwie aufzulösen? Oder? Der erst 23 Jahre alte Künstler Lukas Siemoneit sagt, er wisse es auch nicht…- Gesehen bei vangard auf der addart.
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Diese Installation ist nur ein kleiner Teil einer großen Installation, die mal auf einer Wiese auf dem Krankenhausgelände Barmbek zu sehen war. Zuerst löste die Installation Befremden aus, nach dem Motto „Was sollen die Plastikflaschen mit Leuchtdioden hier?“. Nach einiger Zeit sahen Mitarbeiter des Krankenhauses und Patienten wahlweise eine Wiese mit blühenden Blumen darin oder einen Sternenhimmel oder Lichtblicke. Der Künstler, der seine Installationen immer nur temporär irgendwo ausstellt, hat sich am Ende sogar bereit erklärt, seine Exposition um ein halbes Jahr zu verlängern. Manchmal braucht es eben auch einen zweiten oder dritten Blick…- Heute steht dieser kleine Teil des Kunstwerks bei der Firma Lohmann konzept im Büro eines Gesellschafters und Sammlers .

Was ich immer wieder toll finde an der Kunst, ist, dass sie die Perspektive öffnet.
Menschen und Dinge sind nicht so, wie ich es sehe oder wie ich meine, dass es ist oder sein müsste. Es gibt so viele Sichtweisen und keine ist richtig oder falsch. Wer wollte darüber entscheiden?

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2 Gedanken zu “Nichts ist so, wie es scheint.

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