Ein achtsames Wochenende am 5./6. März

20160305_130448_001

 

Mindful Based Stress Reduction nach Jon Kabat-Zinn oder Achtsamkeitsbasierte Stress-Bewältigung.
Ort: Volkshochschule Hamburg Barmbek
20160305_094749_001.jpg

Was erwartet mich?
Ein ganzes Wochenende lang meditierend im Schneidersitz sitzen oder auf der Matte liegen? Mantras singen oder Ommmm beten? Räucherstäbchengeruch in der Luft?

Nein. Nichts von alledem. Sehr gut.
Ich kann nämlich weder lange im Schneidersitz sitzen noch mag ich Räucherstäbchen. Mir wird immer schlecht davon.

Mindful Based Stress Reduction hat zum Ziel,  den gegenwärtigen Moment im Inneren und Äußeren bewusst wahrzunehmen. Nur beobachten. Nicht bewerten. Das ist schon schwer genug. Die Gedanken schweifen unweigerlich ab. Aber ich lerne, dass das auch normal und in Ordnung ist. Dann hole ich meine Aufmerksamkeit eben wieder zurück, wenn ich es merke.
Wir üben Achtsamkeitsmeditation mit Konzentration auf den Atem. Das fällt mir schwer. Denn sobald ich den Atem beobachte, verändere ich ihn auch schon.
Müheloser gelingt mir die Konzentration auf den Augenblick in Bewegung. Leichte Übungen, die mich ein bisschen an Yoga, ein bisschen an Pilates und ein bisschen an Rückengymnastik erinnern. Das ist mein Ding. Ich kann eine halbe Stunde mit dem Fokus dabei bleiben.
Eine interessante Erfahrung ist für mich auch die Gehmeditation. Bwusstes Gehen. Gehen ist so etwas, das im Alltag völlig automatisiert abläuft. Nun nehme ich wahr, wo wann welcher Punkt am Fuß den Boden berührt, welche Muskeln in den Beinen wann anspannen und vor allem, wieviel Gleichgewicht ich beim ultralangsamen Gehen brauche.

Und am liebsten mag ich den Körperscan. Jedes Körperteil wird einen Moment lang beobachtet. Das entspannt mich richtig.

Und was ist der tiefere Sinn?

Genauso wie beim Atmen oder Gehen laufen viele Handlungen und auch Bewertungen ständig automatisiert ab.
Mal ist das sehr hilfreich.
Mal ist das auch unerwünscht, z.B. wenn ich unter Stress vor Überforderung losschreie, poltere oder weine.
Und nun soll mein Gehirn lernen, dass es auch andere Möglichkeiten als diese unbewusst und automatisiert ablaufenden Handlungen gibt. Undzwar durch achtsame Konzentration  in der Meditation. Selbstwahrnehmung und Selbstfürsorge werden gestärkt und das lässt sich dann mit  ein bisschen regelmäßiger Übung übertragen auf Alltagssituationen.

Wie ist mein Fazit?

Ich werde ab jetzt Meditition üben.
Auf jeden Fall ist es einen Versuch wert.
Der Kurs mit der Leiterin Katrin Mittenzwei hat viel Spaß gemacht.
Vor allem Bewegungs- und Gehmeditation haben mir  Entspannung und zugleich neue Energie gegeben. Und beim Körperscan kann ich vor allem lockerlassen.

Und das ganz ohne Esoterik und ohne religiöse Ideologie.
Das gefällt mir.

20160308_094919_001
Meditation ist ebenfalls harte Arbeit, auch wenn es wie Nichtstun aussieht.
Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s